Ein Kind kommt verängstigt an, eine Einsatzkraft gibt ihm einen Trostbären, und wenige Minuten später ist eine Veränderung zu spüren. So berichten es Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst seit Jahren. Wissenschaftlich gemessen wurde das nach unserer Kenntnis noch nirgends. Am 3. September 2026 hat die Deutsche Teddy-Stiftung deshalb eine eigene Feldstudie zur Wirkung von Trostbären im Notfalleinsatz gestartet.
Den Anstoß gab ein Beitrag bei GEO: Unter dem Titel „Wie Kuscheltiere Kindern im Notfall helfen“ hat Dr. Ireneus Lakowski von der Deutschen Teddy-Stiftung beschrieben, was Stofftiere in Notsituationen leisten können. Aus diesem Artikel entstand die Idee, die Wirkung nicht nur zu beschreiben, sondern zu messen.
Wissenschaftlich begleitet wird die Studie inzwischen von der Universität Oldenburg.
So funktioniert die Studie
Mitmachen können alle Einsatzkräfte, die bei einem Einsatz auf ein ängstliches oder belastetes Kind zwischen 2 und 14 Jahren treffen. Kurz vor der Übergabe des Bären schätzen sie die Angst des Kindes auf einer Skala von 0 (keine Angst) bis 10 (Panik) ein, fünf Minuten danach ein zweites Mal. Dazu kommen vier Beobachtungen: Nimmt das Kind den Bären sofort an? Gibt es ihm einen Namen? Spricht es über das Erlebte? Beruhigt es sich sichtlich?
An der gewohnten Arbeit ändert sich nichts. Die Dokumentation dauert nach dem Einsatz höchstens fünf Minuten. Sind zwei Einsatzkräfte beim Kind, schätzen beide unabhängig voneinander ein. Lehnt ein Kind den Bären ab, wird auch das gezählt. Ein erwünschtes Ergebnis gibt es nicht.
Vollständig anonym
Der Erhebungsbogen erfasst keine Daten des Kindes und keine Kennung der Einsatzkraft. Er enthält kein genaues Datum, keine Uhrzeit und keine Fallnummer, sondern nur Monat, Schicht und Landkreis. Die Teilnahme ist freiwillig.
Über sechs Monate sollen so erstmals belastbare Zahlen entstehen, die Rettungsdiensten und Behörden zeigen, ob und wie stark Trostbären wirken. Veröffentlicht werden nur zusammengefasste Ergebnisse.
Erhebungsbogen und Anleitung stehen auch auf unserer Startseite zum Herunterladen bereit. Fragen zur Studie beantwortet Dr. Ireneus Lakowski unter info@teddy-stiftung.de oder 04971 20688.

